Zu einem Museum der Farben

Warum? 

Weil es keine solche Institution in der Welt gibt: Kein Museum, das sich mit der Vielfalt der Farben beschäftigt.

Weil Farben an alle Arten von Menschen gerichtet sind, unabhängig von Alter, Nationalität oder sozio-kulturellem Hintergrund.

Weil Farben überall um uns herum sind, ohne dass wir erkennen, welchen Einfluss sie auf unseren Alltag haben.

Weil wir alle eine Vorstellung von Farben haben, sind wir immer neugierig, mehr erfahren zu können.

Weil Farben das perfekte Thema für die Verbindung von Wissenschaft, Kunst, Gesellschaft und unserem täglichen Leben sind.

Weil kulturelle Innovation oft oft auf Multidisziplinarität basiert.

Weil die Komplexität des Themas die Dreidimensionalität eines Museums erfordert.

Weil uns ein physischer Ort fehlt, um internationale wissenschaftliche Forschung zu begleiten.

Was?

Das Feld der Forschung und des Wissens über Farbe ist riesig, wenn nicht unendlich. In Raum und Zeit universell, scheinen sie ein besonders komplexes Thema zu sein. Das Ziel ist nicht, in der Präsentation von Wissen in Bezug auf Farbe erschöpfend zu sein, sondern die Pluralität verwandter Ansätze, ob künstlerisch, wissenschaftlich oder soziologisch, darzustellen. Wir möchten den Besuchern eine Route anbieten, die diese verschiedenen Aspekte beinhaltet.

Der narrative Rahmen des Museums wird aus Verben bestehen, die Farben mit Menschen verbinden: Farben wahrnehmen, benennen, beobachten, produzieren, benutzen, erfinden oder interpretieren, sind alles Wege, die wir in dem Museum der Farben entwickeln werden. Wir schlagen einen anthropologischen Standpunkt vor, der auf der Interaktion zwischen Menschen und Farben basiert ist.

Dieser Rahmen wird durch einen Raum für temporäre Ausstellungen bereichert, um eine kulturelle Dimension, eine historische Periode, eine wissenschaftliche Forschung oder eine künstlerische Bewegung zu vertiefen. Die Schaffung eines Live-Performance-Space würde die Farben für eine Vielzahl kreativer Felder öffnen. Die Einrichtung eines Forschungszentrums würde der internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft einen physischen Ort der Zusammenarbeit bieten.

Diese Wege werden es ermöglichen, die Multidisziplinarität im Zentrum des Museums zu verankern und historische und zeitgenössische Ansätze zu durchqueren. Schließlich erlauben sie in jeder Phase des Besuchs, die spielerischen, dokumentarischen, experimentellen und sensorischen Ebenen zu überschreiten, die für eine Museumserfahrung spezifisch sind.

Wie?

Eine Museographie zwischen Kunst und Wissenschaft.

Das Thema der Farben schlägt eine Museographie vor, die auf Multidisziplinarität und Kreuzweisen basiert. Unsere Mission besteht darin, zu zeigen, wie verschiedene Elemente des Wissens miteinander verbunden sind, und die für die Farbenwelt spezifischen Mechanismen der Operation aufzuzeigen.

Zum Beispiel, Mode hatte einen starken Einfluss auf Färbetechniken, visuelle Kunst hängt von den Materialien ab, die existieren, um es auszudrücken, und Symbole können ihre Bedeutung von der Beobachtung der Natur nehmen.

Generell ermöglichen Farben die parallele Beobachtung von Kunst und Wissenschaft. Der Kontext des Museums ermöglicht die Koexistenz verschiedener Stimmen und Wahrheiten.

Die inhaltliche Auswahl basiert auf einer Reihe von kollektiven Workshops und dem individuellen Austausch mit vielen Farbspezialisten (Forscher, Designer, Architekten, Farbberater …), die im Rahmen der Internationalen Vereinigung der Farben (AIC) und des Deutschen Farben Zentrums ( DFZ) Kongresse

Wo?

Ein Projekt für Berlin.

Nach Jahren der Trennung und des Traumas von sozialer und städtischer Natur erlebt die deutsche Hauptstadt eine weitere Identitätskrise um verschiedene Pole von Wiederaufbau und Innovation. Die Teilung der Stadt hat das kulturelle Wachstum durch Multiplikation der ihr gewidmeten Institutionen wesentlich beeinflusst.

Es ist heute einer der privilegierten Orte des kulturellen Experimentierens in Westeuropa. Die deutsche Hauptstadt hat eine Dynamik, die noch lange nicht an ihren Grenzen angelangt ist. Berlin ist eine Stadt, in der du versuchst, zu experimentieren, ohne das Risiko, etwas anderes oder gar Off-Topic vorzuschlagen …

Fragen im Zusammenhang mit der Schaffung eines Museums für Farben – ob intellektuell, logistisch oder technisch – müssen originäre Lösungswege finden. Dies ist nur in einer Umgebung möglich, die eine große Flexibilität in der Arbeitsweise und eine echte Anpassungsfähigkeit bietet. Das Projekt profitiert bereits von der immensen Kreativität der Berliner und bildet einen privilegierten Spielplatz für Fachleute verschiedenster Natur (Szenografen, Kulturvermittler usw.). In dieser Richtung wird auch die kollektive Arbeitsweise entwickelt.

Schließlich ermöglicht das wiederzuerschaffende architektonische und industrielle Erbe eine Installation in einem geschichtsträchtigen Gebäude. Alles beginnt mit einem Traum; Unserer heißt Tempelhof.